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Du bist meine Mutter
(U bent mijn moeder)

„Woher kennen wir uns eigentlich?
Du bist meine Mutter.“
Jeden Sonntag besucht der Sohn seine Mutter im Pflegeheim. Die Besuche sind längst zu einem Ritual geworden – das mühsame Anziehen, der Aufenthalt im Garten, die kurzen Gespräche… Bei jedem Besuch bringt er Blumen mit, in der Hoffnung, sie würden beim Erinnern helfen, in der Hoffnung, die Mutter würde so nicht vergessen, dass er da war. Sie vergisst es trotzdem – denn sie ist alt und dement. Die Gespräche zwischen Mutter und Sohn wechseln ständig die Richtung und driften von einem Erinnerungsfetzen zum andern. Sonntag für Sonntag entstehen so flüchtig-zarte, zuweilen auch skurril-befremdliche Momente. Momente, die auf eine tragische und zugleich höchst komische Weise deutlich machen, dass nichts mehr so ist, wie es einmal war, dass das vertraute Verhältnis plötzlich ein anderes ist: die kindlich gewordene Mutter, das alt gewordene Kind …
DU BIST MEINE MUTTER ist eine wunderbar poetische Parabel über das Vergessen und das Abschiednehmen, über Alter und Krankheit, Nähe und Distanz. Mit leisem Humor, viel Liebe und wohltuender Ehrlichkeit hat der niederländische Schauspieler, Autor und Filmemacher Joop Admiraal seiner Mutter ein zutiefst berührendes und bestürzendes Denkmal geschaffen, das einem bei aller Schwere auch immer wieder von Herzen schmunzeln lässt.
 
UA, Amsterdam, Werkteater, 1981, mit Joop Admiraal
DEA Oberhausen, Theater Oberhausen, 1984